Haus & Grund - Eigentümerschutz-Gemeinschaft

Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein für Münsterdorf und Umgebung e.V.


    Sicher durch die dunklen Jahreszeit: Schützen Sie sich vor Einbrechern!

    - Münsterdorf / 19. November 2011 -
    Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Die früher einsetzende Dämmerung lädt jedoch leider auch ungewünschte Zeitgenossen ein... Einbrecher!

    Gerade jetzt sollten Sie überprüfen, ob Ihr Haus auch in dieser Hinsicht "winterfest" ist. Haben Sie ein Sicherheitsschloss in der Tür? Kann man sehen, wann Sie nicht zu Hause sind? Verbringen Sie die kalte Jahreszeit im Süden und Ihr Briefkasten verrät, dass Sie länger weg sind? Sind Ihre Fenster abschließbar und die Kellertür gut gesichert? Ist die Tür nur ins Schloss gezogen?

    Diese und viele andere Fragen sollten Sie sich stellen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich und hier Heim schützen können!

    • Alle zwei Minuten wird in Deutschland eingebrochen.
      (Entspricht rund 262.800 Einbrüchen im Jahr)

    • Davon wird nur jeder fünfte Einbruch überhaupt aufgeklärt.
      (Entspricht rund 52.560 aufgeklärten ggü. 210.240 unaufgeklärten Einbrüchen)

    • Jeder Einbruch verursacht durchschnittlich 2.400 Euro Schaden.
      (Entspricht rund 630.720.000,00 Euro (!) jährlicher Schaden in Deutschland)


    Zusätzlich zu dem materiellen Verlust leiden viele Geschädigte durch die gewaltsame Verletzung ihrer Intimsphäre an Belastungsstörungen wie Angststörungen, Panikattacken, Schlafstörungen, Schreckhaftigkeit, so wie an starken Gefühlen von Ohnmacht, Scham und Wut.

    Diese und weitere Symptome als immer wiederkehrende Bilder zu erleben kann bei längerem Andauern eine Posttraumatische Belastungsstörung verursachen. Der persönliche Leidensdruck kann so stark werden, dass die Indikation für eine Psychotherapie gegeben ist.

    Das Gefühl in seinen eigenen vier Wänden nicht mehr sicher zu sein, werden viele nicht mehr los. Der für jeden Menschen notwendige Rückzug ins Private ist dann oftmals nicht mehr möglich.

    Gegenmaßnahmen ergreifen!

    Doch wie schütze ich mich, meine Familie und mein Heim gegen Einbrecher?

    Das Wichtigste ist zunächst eine fachkundige und neutrale Beratung. Jedes Objekt ist durch seine Lage, die Umgebung und viele weitere Faktoren einzigartig.

    Es gibt daher kein Patentrezept für einen absolut sicheren Schutz. Aber es gibt viele "Stolpersteine" und Hürden, die man einem Einbrecher in den Weg legen kann.

    Einen guten Einbruchschutz erreicht man durch ein aufeinander abgestimmtes Zusammenwirken von mechanischer und elektronischer Sicherungstechnik, richtigem Verhalten und personellen und organisatorischen Maßnahmen.

    Den Versicherungen und der Polizei nach ergibt sich folgendes Bild:

    • Bei den meisten Einbrüchen kommen einfachste Mittel wie Schraubenzieher zum Einsatz, um Fenster und Türen aufzuhebeln

    • Ein Drittel der Einbrüche findet am Tag statt, zwei Drittel in der Nacht

    • Einbrüche finden verstärkt trotz Anwesenheit der Bewohner statt, Gewalt nicht ausschließend...

    • Mehr als ein Drittel der Einbrüche scheitern an vorhandener Sicherheitstechnik!
    Sorgen Sie vor, damit
    es nicht so weit kommt:

    Foto: ABUS Security Tech Germany


    Folgende Schwachstellen werden
    am häufigsten ausgenutzt:


        Einfamilienwohnhäuser        

       Stadt   
       Land   
      Terrassen-/Balkontüren
    52,05 % 45,77 %
      Fenster
    26,49 % 31,79 %
      Haustüren
    13,88 % 27,14 %
      Kellerfenster/Kellertüren
    6,93 % 7,09 %
      Sonstige
    0,31 % 0,45 %


       Mehrfamilienwohnhäuser   

       Stadt   
       Land   
      Wohnungsabschlusstüren
    54,60 % 35,70 %
      Terrassen-/Balkontüren
    25,66 % 35,45 %
      Fenster
    19,73 % 27,14 %
      Sonstige
    0,01 % 1,71 %

    Mögliche Abwehrmaßnahmen als Checkliste

    Anwesenheitssimulation

    Eine Möglichkeit ist beispielsweise die Anwesenheitssimulation: Durch Systeme der Gebäudeautomation (z.B. Zeitschaltuhren!) werden entsprechend dem regulären Nutzungsverhalten von außen beobachtbare Systeme in der Wohnung betätigt:

    • Rollladen oder Jalousien werden auf- und zugefahren
    • Lampen in den Zimmern der Wohnung werden an- und ausgeschaltet
    • Geräusche von zeitweise eingeschalteten Radio oder TV-Geräten sind hörbar
    • Rasensprenger werden ein- und ausgeschaltet.

    Dadurch wird einem potentiellen Einbrecher außerhalb der Wohnung der Eindruck vermittelt, dass die Nutzer der Wohnung anwesend seien. Dies kann aber nur gelingen, wenn auch auf die folgenden Dinge geachtet wird:

    • Der Briefkasten darf wegen ungeleerter Post nicht überquellen
    • Das Telefon muss weitergeleitet werden und der Anrufbeantworter darf keine Abwesenheitsdauer verraten
    • Blätter und Laub dürfen nicht längere Zeit auf dem Zugangsweg oder der Einfahrt liegen bleiben.

    Anwesenheitsschutz

    Unter Anwesenheitsschutz fallen unter anderem:

    • ein Türspion
    • Sperrbügel oderTürkette
    • Gegensprechanlage

    Alle genannten Beispiele dienen der rechtzeitigen Erkennung von unerwünschtem Besuch. Während Türspion und Gegensprechanlage lediglich helfen, einen Besucher zu beurteilen oder zu identifizieren, ermöglicht die Türkette auch den Austausch von Dokumenten (z. B. Ausweispapiere) ohne die Tür vollständig öffnen zu müssen.

    In Bezug auf die Stabilität kann eine Türkette mit dem massiven Sperrbügel eines Zusatz- oder Querriegelschlosses nicht mithalten. Insbesondere dann, wenn das Kastenschloss oder der Querriegel ordentlich befestigt sind, ist ein gewaltsames Öffnen der Tür, beispielsweise durch Tritte, extrem mühsam, was bei Türketten selten der Fall ist.


    Mechanischer Schutz

    Bei allen Sicherungsplanungen sollen mechanische Sicherungen an oberster Stelle stehen. Sie sind die wesentliche Voraussetzung für einen wirksamen Einbruchschutz. Elektronische Sicherungen, wie Einbruchmeldeanlagen, dagegen verhindern keinen Einbruch, sondern melden ihn nur.

    Einbruchshemmende Fensterbeschläge, die mit pilzkopfförmigen Zapfen bestückt sind und mit entsprechenden Schließteilen einen Aushebelschutz garantieren nennt man Pilzkopfverriegelung. Bei geprüften Einbruchhemmenden Rollladensystemen werden die Widerstandsklassen ER1 (kaum Einbruchhemmung) bis ER6 (hohe Einbruchhemmung) vergeben. Verbund-Sicherheitsglas ist ein Verbundglas: eine Kunststofffolie verbindet zwei Glasscheiben.

    Vergitterte Fenster schützen ebenfalls vor Einbrechern. Querriegelschlösser und Kastenschlösser werden als zusätzliche Türsicherung aufgesetzt. Hinterhaken verhindern, dass eine Tür an der Bänderseite mit Gewalt aufgedrückt oder aus den Türbändern (Angeln) gehoben werden kann (sog. Aushebesicherung). Das Sicherheitsschloss kann durch einen Aufbohrschutz oder Schutzbeschlag zusätzlich geschützt werden.

    Kellerschächte bzw. Lichtschächte sind häufige Einstiegstellen. Lichtschachtsicherungen erschweren den Einbruch, zum Beispiel ein von unten fixiertes Gitterrost.

    Elektronische Schutzmaßnahmen

    Elektronische Sicherungen dienen dem Erkennen oder Melden von Gefahren (z. B. bei Überfall oder bei Einbruch) bzw. der Beobachtung von Orten. Sie bieten einen zusätzlichen Schutz. Elektronische Sicherungen verhindern zwar keinen Einbruch, doch ihre Meldewirkung erhöht das Risiko für Einbrecher, entdeckt zu werden.

    Erfahrungsgemäß lassen sich potenzielle Täter oft von vornherein abschrecken, wenn sie feststellen, dass eine Einbruchmeldeanlage (EMA, sogenannte Alarmanlage) oder eine Überfallmeldeanlage (ÜMA) installiert ist. Sie dienen der Erkennung und Meldung von Einbrüchen bzw. der Alarmierung von Wachdiensten oder der Polizei bei einem Überfall.




    Ein passiver Glasbruchmelder (Foto: "Echoray", unter
    Lizenz "CC BY-SA 3.0")

    Sonstige Maßnahmen

    Einbrecher meiden oft gut beleuchtete Grundstücke. Deshalb haben sich Außenbeleuchtungsanlagen - mit oder ohne Bewegungsmelder - als Abschreckung bewährt. Grundstückseinfriedungen werden unter anderem dazu eingesetzt, um Menschen daran zu hindern, sich in ein oder aus einem Gebiet heraus zu bewegen.

    Tresore schützen Geld, Wertsachen oder sonstige Gegenstände vor Diebstahl und Feuer.

    Eine zuvor durchgeführte Wertsachenerfassung (Fotos) erleichtert später die Auffindung entwendeter Gegenstände.

    Und nicht zu vergessen der beste Freund des Menschen: Ein Wachhund hat die Aufgabe, sein Revier selbstständig, also ohne direkte Einwirkung des Besitzers, zu bewachen.

    Aber einer der wichtigsten Punkte sei hier selbstverständlich auch genannt: Eine aufmerksame und funktionierende Nachbarschaft, die merkt, wenn fremde Personen ums Nachbarhaus oder die Straße schleichen und auskundschaften wollen, wo sich ein Einbruch lohnt. Lieber einmal zu oft die Polizei gerufen als einmal zu wenig, eine langsam durch die Bebauung fahrende Polizei hat eine deutlich abschreckende Wirkung auf unerwünschte Besucher.

    Erwähnt sei hier auch die Aktion "Wachsamer Nachbar" der Polizei.

    Das virtuelle Haus

    Aber genug der grauen Theorie: Machen Sie doch mal einen virtuellen Rundgang um ein Haus und erfahren Sie Wissenswertes über die Schwachstellen "live vor Ort".

    Ein Partner von Haus & Grund, die "Initiative für aktiven Einbruchschutz" hat auf seiner Internetseite "Nicht bei mir!" ein virtuelles Haus eingerichtet:






     
    Nutzen Sie auch das Einbruchsschutzlexikon der Initiative und informieren Sie sich über die Fachbegriffe und Möglichkeiten, Ihr Eigentum zu sichern und schützen:

    Klicken Sie hier, um das

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    Informieren Sie sich auch auf der Internetseite der Initiative "Bei mir nicht!" und lassen Sie sich in jedem Fall vor dem Ergreifen von Maßnahmen oder der Anschaffung von Sicherheitstechnik umfangreich beraten! Ein guter Berater wird Sie nicht drängen, sondern Ihnen detailliert die Vor- und Nachteile einzelner System und Komponenten erklären. Sprechen Sie uns auch ruhig in der Sprechstunde an.

    Weiterführende Links



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